|
Die Geschichte beginnt in einem kleinen Dorf am Rande der Stadt, als die Dorfbewohner,
allen voran der Prahlhans Gustav, fröhlich feiern. Als die gute Fee als kräuterweiblein verkleidet hinzukommt, wird sie sogleich Zielscheibe des Spottes der rauhbeinigen Bauemburschen. Allein Bella wendet sich ihr
liebevoll zu. Die geheimnisvollen Abschiedsworte der Fee herühren Bella zutiefst. Als der reiche Kaufmann Wilhelm, Bellas Vater, erfährt, daß sein Schiff gesunken und damit sein gesamtes Vermögenen dahin ist,
überschütten ihn seine hochnäsigen Töchter mit Vorwürfen, nur Bella tröstet ihn.
Wilhelm will nun in der Stadt sein Glück versuchen, verirrt sich aber auf dem Weg
dorthin im Wald. Die gute Fee nimmt sich seiner an und läßst ihn von ihren Dienern in ein verwunschenes Schlofs geleiten. Dort nimmt ihn ein Prinz auf, den sie vor langer Zeit wegen seiner Lieblosigkeit in ein
wildes Tier, ein Biest, verwandelt hat. Gerührt von der unerwarteten Gastfreundlichkeit des Biestes wandelt die Fee nun ihren Fluch ab: Wenn es dem Biest gelingt, die Liebe einer Frau zu erlangen, ehe seine
magische Kerze erlischt, soll er mitsamt seinem Hofstaat erlöst sein.
Als der Kaufmann erwacht, erzählt er dem Biest von seinen drei Töchtern, insbesondere von
der schönen, gütigen Bella. In der Hoffnung auf Erlösung bietet das Biest dem Kaufmann einen Handel an: Wenn er oder eine seiner Töchter in sein Schlofß kämen und für immer blieben, werde er mit Truhen voller
Schätze und einem Zauberring belohnt, der den Besitzer an jeden Ort seiner Wahl bringt.
Nach der Rückkehr des Vaters freuen sich die beiden älteren Schwestern über den neuen
Reichtum. Bella hingegen macht sich Sorgen um ihren traurigen Vater. Nachdem sie von seinen Erlehnissen erfahren hat, nimmt sie heimlich den Zauberring und macht sich mit Hilfe der Fee auf den Weg zum Schloß.
Als sie das Biest trifft, ist sie zutiefst erschrocken über seine gewaltige und abstoßende
Erscheinung. Doch bald erkennt sie, daß sich unter dem häßlichen Äußeren eine schöne Seele verbirgt. Die beiden beginnen, einander zu verstehen. Dennoch bekommt Bella heimweh und sorgt sich um ihren Vater.
Gerührt von ihren Tränen läßt das Biest sie in einem Zauberspiegel ihren Vater zu Hause sehen. Vor Trauer um Bella ist er krank geworden. Das Biest läßt Bella schweren Herzens in ihr Dorf zurückkehren, obwohl
damit die Erlösung von dem Fluch erneut in unerreichbare Ferne zu rücken scheint.
Das eintönige Leben im Dorf, die egoistischen und habgierigen Schwestern und der
aufdringliche Gustav, der plump unermüdlich um sie wirbt, wecken in ihr die Sehnsucht, zum Biest zurückzukehren, und so macht sie sich gegen den Willen des Vaters auf den Weg zum Schloß.
Gustav, gekränkt in seiner Eitelkeit, mobilisiert die Dorfbewohner, in das Schloß
einzudringen, um das Biest zu vernichten und Bella heimzuholen. Bella jedoch merkt, wie sehr sie das Biest liebt, gesteht ihm in letzter Sekunde ihre Liebe und löst damit den grausamen Fluch, der auf dem Prinzen,
dem Schloß und seinen Bewohnern lastet.
|